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Vom Teller zur Blase

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Frau sitzt mit Schmerzen auf dem Sofa

Wussten Sie?

Ernährung beeinflusst die Blasengesundheit: Verstopfung und Übergewicht können Inkontinenz verschlimmern.


Die Ernährung hat in der Tat Einflüsse auf viele Körperfunktionen und Erkrankungen. Eine Blasenschwäche im Sinne einer Harnröhren-Verschluss-Schwäche wird negativ durch eine langfristig bestehende Verstopfung beeinflusst. Eine erschwerte Stuhlentleerung führt bei chronischem Pressen zu einer weiteren Schädigung des Beckenbodens mit Zunahme der Blasenschwäche. Daher ist eine ausgewogene Nahrung mit regelmäßigem weichem Stuhlgang sehr förderlich. Übergewicht infolge einer übermäßigen Ernährung führt ebenso zu einer Zunahme der Harninkontinenz. Untersuchungen haben gezeigt, dass eine Gewichtsreduktion bereits ab 5 kg zu einer Abnahme der Blasenschwäche führen kann. So hat eine gesunde und abgewogene Ernährung durchaus einen starken Einfluss auf die Blasenschwäche.

Medikamente gegen Überaktive Blase

Durch Medikamente gegen Überaktive Blase wird nicht nur die Blase, sondern kann auch der Darm gedämpft werden, so dass bei empfindlichen Personen eine Verstopfung resultieren kann.

Dies ist häufig als Teufelskreis zu betrachten: Wegen der Inkontinenz trinken Betroffene unwillkürlich weniger, damit wird der Stuhl fester und es kann eine Verstopfung daraus resultieren. Häufig helfen Hausmittel wie Weizenkleie, Milchzucker oder einfach eine ballaststoffreiche Ernährung mit Steigerung der Trinkmenge. Ist die Verstopfung hartnäckig oder anhaltend, sollte ein Arzt den Darm untersuchen, um medikamenten-unabhängige Darmerkrankungen auszuschließen.

Verstopfung und Überaktive Blase

Gibt es da einen Zusammenhang ? Ja – wissenschaftliche Erkenntnisse gerade der letzten Jahre verdeutlichen, dass eine Verstopfung nicht nur die Blase „abdrücken“ kann, sondern dass die Dehnung des Enddarms durch Stuhl zu einer Überaktiven Blase führen kann. So zeigen Versuche, dass die Dehnung des Enddarms durch einen Ballon die Sensibilität und das Füllvolumen der Blase verändern kann; manchmal kann sogar eine Überaktive Blase geradezu ausgelöst werden. Hier ist eine Stuhlregulation durch Ernährung, Bewegung, Trinken und ggf. mit Quellmitteln wie Flosamen oder Makrogolen wichtig. Dies ist ein langwieriger und schwieriger Prozess: in hartnäckigen Fällen muss der Darm gerade „umerzogen“ werden; außerdem ist eine Enddarmuntersuchung zum Ausschluss von anatomischen Veränderungen wichtig. Hierzu gehört die Senkung der Frau nach Geburten oder neurologische Störungen des Darmes z. B. nach Operationen.

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Quellenverzeichnis:

[1] Hilfe für die entzündete und gereizte Blase (2017). https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/urologie-hilfe-fuer-die-entzuendete-und-gereizte-blase.html (Stand: 21.05.2025)

[2] Urologische Spasmolytika: Anticholinergika. Wirkstoff Aktuell, Ausgabe 4/2013. https://www.akdae.de/fileadmin/user_upload/akdae/Arzneimitteltherapie/WA/Archiv-Fertigarzneimittel/Urologische-Spasmolytika.pdf

[3] Kretschmer N (2024). D-Mannose bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. https://www.gelbe-liste.de/urologie/d-mannose-wiederkehrende-harnwegsinfekte (Stand: 13.06.2025)

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