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Blasentraining bei Reizblase auf Reisen? Das können Sie tun.

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Patienten holen sich Rat beim Arzt

Reizblase auf Reisen: Tipps bei Harndrang und Inkontinenz unterwegs


Eine Reizblase auf Reisen mit häufigem Harndrang, der kaum zurückgehalten werden kann, macht den Urlaub für viele Betroffene zur Herausforderung. Besonders problematisch wird es, wenn unterwegs keine Toilette verfügbar ist – etwa im Reisebus, auf längeren Wanderungen oder im Flugzeug. In solchen Situationen steigt die Angst vor einem „Malheur“, und manche Betroffene haben bereits negative oder peinliche Erfahrungen gemacht. Deshalb verzichten viele lieber ganz auf das Reisen.

Besonders häufig stellt sich die Frage: Was tun bei Harndrang unterwegs oder im Flugzeug? Wenn keine Toilette in der Nähe ist, kann der Druck – sowohl körperlich als auch psychisch – stark zunehmen.

Warum weniger trinken bei Reizblase keine gute Idee ist

Eine vermeintliche Lösung bei Blasenschwäche auf Reisen ist es, bewusst weniger zu trinken, um die Urinausscheidung zu reduzieren. Diese Strategie ist jedoch nicht empfehlenswert: Vor allem in warmen Reiseländern kann der Körper schnell austrocknen. Dehydration, Hitzschlag oder Kreislaufprobleme sind mögliche Folgen. Dadurch steigt auch das Risiko für Stürze und Verletzungen – was die Reise erheblich beeinträchtigen kann.

Tipps bei Harndrang und Reizblase auf Reisen

Um trotz überaktiver Blase unterwegs sicherer zu sein, können folgende Maßnahmen helfen:

  • Planen Sie Ihre Reise im Voraus und berücksichtigen Sie regelmäßige Toilettenmöglichkeiten
  • Informieren Sie sich über sanitäre Einrichtungen entlang Ihrer Route
  • Vermeiden Sie stark entwässernde Getränke wie Alkohol oder koffeinhaltige Getränke
  • Trainieren Sie Ihre Blase gezielt vor der Reise, z. B. durch Blasentraining
  • Nutzen Sie Strategien zur Ablenkung, um den Harndrang besser zu kontrollieren

Unterstützung durch INKA bei Reizblase im Alltag und auf Reisen

Im Alltag und auf Reisen kann Ihnen INKA helfen. Die Anwendung unterstützt Sie dabei, Ihre Blasenschwäche aktiv zu managen: Mit einem Miktionsprotokoll zur Analyse Ihrer Gewohnheiten, einer Erinnerungsfunktion für Medikamente bei überaktiver Blase sowie gezielten Übungsanleitungen für den Beckenboden.

Zusätzliche Ablenkungsübungen helfen Ihnen dabei, den Harndrang länger auszuhalten und Ihre Blasenkontrolle zu verbessern. So kann Ihre Reise trotz Reizblase entspannter und sicherer stattfinden.

Blasenschwäche im Alter

Wussten Sie schon, dass Blasenschwäche im Alter ganz normal ist – und ein offenes Gespräch mit dem Partner

oft entlastet?

Mit zunehmendem Alter verändert sich auch der Harntrakt: Männer entwickeln häufiger Prostatabeschwerden,

Frauen durch Östrogenmangel und Beckenbodenschwäche eher eine Harninkontinenz. Rund 40 % der Menschen über 70 sind davon betroffen – beide Geschlechter gleichermaßen.

Viele Partner bemerken das Problem ohnehin schon, bevor es angesprochen wird. Ein kurzer, unkomplizierter Hinweis wie „Ich brauche jetzt Vorlagen“ oder „Ich muss öfter die Wäsche wechseln“ reicht oft aus, um das Thema klar, aber undramatisch zu benennen. Das schafft Vertrauen und zeigt: „Wir gehen gemeinsam damit um.“

Auch Harnverlust beim Sex, besonders bei Frauen mit Beckenbodenschwäche, ist häufiger als gedacht und meist weniger belastend für den Partner, als Betroffene befürchten. Vorher die Blase zu entleeren, ein Handtuch zu verwenden oder Positionen mit weniger Druck auf die Blase zu wählen, kann helfen.

Offenheit und kleine praktische Maßnahmen können die Situation deutlich entspannen – und partnerschaftliche Nähe bleibt ungestört.

Können Nonnen und Sportlerinnen inkontinent werden?


Diese Frage zielt auf die Belastungsinkontinenz ab, die klassischerweise bei Frauen nach Geburten auftritt. Unter Belastungsinkontinenz wird Urinverlust beim Husten, Lachen oder bei Bewegung verstanden.

Lange Zeit wurde angenommen, dass die Überdehnung des Beckenbodens die Hauptursache für die Belastungsinkontinenz sei. Vermutlich sind die Zusammenhänge aber komplizierter: So kommt es unter der Geburt auch zu einer Dehnung des N. pudendus, des Nerven, der die Beckenbodenmuskulatur mit Nervenimpulsen versorgt.

Geburtsunabhängige Mechanismen sind eine nachlassende Qualität der bindegewebigen und elastischen Fasern des Beckenbodens, eine schlechte Versorgung mit weiblichen Geschlechtshormonen, den Östrogenen und ein drastisches Übergewicht.

Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass Frauen, die nie geboren haben oder auch sehr sportliche Frauen eine Belastungsinkontinenz erleiden können. Untersuchungen an Sportstudentinnen geben den Prozentsatz der Betroffenen mit ungefähr 20% schon unter 30 Jahren an.



Natürlich können auch Nonnen und Sportlerinnen andere Inkontinenzformen bekommen: Eine Überaktive Blase mit häufigem und nötigem Harndrang oder eine Überlaufinkontinenz mit schlechter Blasenentleerung kann bei jedem Menschen, bei Mann und Frau und sogar schon bei Kindern auftreten.

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Weitere Ratgeber:

Quellenverzeichnis:

[1] Hilfe für die entzündete und gereizte Blase (2017). https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/urologie-hilfe-fuer-die-entzuendete-und-gereizte-blase.html (Stand: 21.05.2025)

[2] Urologische Spasmolytika: Anticholinergika. Wirkstoff Aktuell, Ausgabe 4/2013. https://www.akdae.de/fileadmin/user_upload/akdae/Arzneimitteltherapie/WA/Archiv-Fertigarzneimittel/Urologische-Spasmolytika.pdf

[3] Kretschmer N (2024). D-Mannose bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. https://www.gelbe-liste.de/urologie/d-mannose-wiederkehrende-harnwegsinfekte (Stand: 13.06.2025)

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