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Ich soll ein Miktionstagebuch führen. Was bringt das?

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Patienten holen sich Rat beim Arzt

Blasenschwäche beim Hausarzt ansprechen?


Ich habe das Thema Blasenschwäche bei meinem Hausarzt vorsichtig angesprochen. Ich glaube, er nimmt das nicht wirklich ernst. Was kann ich tun?

Häufig sind die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten eines Hausarztes bei dem Thema Harninkontinenz begrenzt, da er nicht über die instrumentellen Voraussetzungen verfügt. Eine Möglichkeit wäre, ihn darauf anzusprechen, eine Überweisung zu einem Facharzt für Gynäkologie oder Urologie zu erhalten.

Auch wäre es möglich, dass sie der Hausarzt an ein Kontinenz- und Beckenbodenzentrum, das es fast in jeder größeren Stadt gibt, überweist.

Miktionstagebuch führen? Meine Blasenschwäche wird das wohl kaum verbessern …

Das Miktionstagebuch ist sowohl für den Arzt als auch für den Patienten ein sehr wertvolles Hilfsmittel zurErkennung von Auffälligkeiten bei Trink- und Toilettenverhalten und kann häufig zu einer deutlichen Verbesserung von Beschwerden führen. Das Miktionstagebuch erfasst Menge und Frequenz der täglichen

Flüssigkeitsaufnahme sowie der Häufigkeit der Miktion und Menge des Urins sowie das Auftreten von Inkontinenz oder Harndrang. Viele Patienten wissen nicht genau, wieviel sie eigentlich trinken oder wie groß die Menge des Urins beim Wasserlassen ist.

Ein blasengesunder Mensch sollte am Tag ca. 1,5 – 2 Liter trinken, 6-8 x Wasserlassen pro Tag, und ggf. einmal nächtliches Wasserlassen sind auch völlig normal. Die normale Menge an Urin pro Wasserlassen beträgt normalerweise ca. 250-400 ml.

Viele Menschen trinken zu wenig, gerade wenn sie häufig eine Toilette aufsuchen müssen. Andererseits führt ein sehr reichliches Trinken über 3 l auch zu häufigen Miktionen.

Warum sind in Heimen eigentlich so viele inkontinent?

In Heimen liegen häufig immobile, hoch betagte, multimorbide, d. h. an vielen Erkrankungen leidende Patienten. All dies sind Risikofaktoren für eine Harninkontinenz.

Wer häufig zur Toilette muss, wegen körperlicher Gebrechen aber überwiegend bettlägerig ist, „schafft es nicht mehr“ zur Toilette. Auch haben viele Erkrankungen im Alter auf neurologischem Gebiet, auf internistischem und urologischem Gebiet Auswirkungen auf die Fähigkeit der Blase, den Urin zu halten und auf Kommando zu entleeren.

So kommt es dazu, dass in Heimen fast 85 % der Patienten nach wissenschaftlichen Untersuchungen an einer Harninkontinenz leiden. Dieses ist nicht in vielen Fällen eine ausgeprägte Harninkontinenz, manchmal ist sie auch nicht behandelbar, dennoch bleibt der Verdacht, dass zumindest manchen Heimpatienten mit einer ordentlichen Untersuchung eine erfolgreiche Therapie gegönnt werden könnte.

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Quellenverzeichnis:

[1] Hilfe für die entzündete und gereizte Blase (2017). https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/urologie-hilfe-fuer-die-entzuendete-und-gereizte-blase.html (Stand: 21.05.2025)

[2] Urologische Spasmolytika: Anticholinergika. Wirkstoff Aktuell, Ausgabe 4/2013. https://www.akdae.de/fileadmin/user_upload/akdae/Arzneimitteltherapie/WA/Archiv-Fertigarzneimittel/Urologische-Spasmolytika.pdf

[3] Kretschmer N (2024). D-Mannose bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. https://www.gelbe-liste.de/urologie/d-mannose-wiederkehrende-harnwegsinfekte (Stand: 13.06.2025)

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