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Behandlung
Internationale Studien weisen eine höhere Zahl von Frauen mit Überaktiver Blase als Männer aus. Vermutet wird, dass bei Frauen vor allem Umbauvorgänge nach den Wechseljahren und ihre Infektanfälligkeit zu diesem Effekt führen.
Nachdenklich macht jedoch, dass die identischen Beschwerden einer Überaktiven Blase mit häufigem, nötigen Harndrang tags wie nachts auch bei einer Prostatavergrößerung vorkommen können.
Mit dieser diagnostischen Unsicherheit spielen Werbekampagnen für Prostatamedikamente, wie sie in nahezu jedem Zug vor der Toilette hängen: fokussiert wird auf häufigen Harndrang; offen gelassen wird, ob es sich um ein Symptom durch eine Überaktive Blase oder eine Prostatavergrößerung handelt.
Wir wissen heute, dass ein langjähriger, schlecht eingestellter Diabetes mellitus nicht nur Schäden an den Blutgefäßen, der Niere, der Netzhaut des Auges und an den Nerven verursachen kann.
Da auch die Blase Nerven hat, mit denen sie kontrolliert wird, liegt es nahe, dass es hier zu Problemen kommen kann. Eine der Ursachen für die „diabetische Zystopathie“, die diabetes-bedingte Blasenfunktionsstörung, scheint zu sein, dass es zu einem Untergang von Nervenfasern in der Blasenmuskulatur kommt. Während lange Zeit angenommen wurde, dass der Diabetes zu einer schlaffen Blase mit Blasenentleerungsstörung und Restharn führt, wissen wir heute, dass es eher zu einer Überaktiven Blase kommt.
Darunter ist ein Krankheitsbild aus häufigem, nötigen und nächtlichen Harndrang zu verstehen, der auch zu unfreiwilligem Urinverlust mit Harndrang führen kann. Wenn Sie also als Diabetiker bemerken, dass Sie öfter als 7 – 8 x am Tag oder mehr als 1 x in der Nacht zur Toilette müssen, könnte eine Diabetes-bedingte Schädigung der Blase vorliegen.
Theoretisch sind auch andere Ursachen wie neurologische Krankheitsbilder, Östrogenmangel oder Prostatavergrößerung als Ursache möglich – das bedeutet, dass hier durch einen Arzt geklärt werden sollte, um welche Störung es sich handelt. Lässt sich die Ursache für den verstärkten Harndrang nicht finden oder direkt beseitigen, werden die Beschwerden behandelt. Dies ist sehr effektiv mit den sog. Anticholinergika möglich. Diese Präparate „beruhigen“ die Blase, so dass die Abstände zwischen den Toilettengängen wieder größer werden und nachts durchgeschlafen werden kann. Konkret bedeutet das für jeden Diabetiker, dass er bei Veränderungen beim Wasserlassen nicht den Kopf in den Sand stecken sollte, sondern sich an seinen behandelnden Arzt wenden sollte.
Diese Frage zielt auf die Belastungsinkontinenz ab, die klassischerweise bei Frauen nach Geburten auftritt. Unter Belastungsinkontinenz wird Urinverlust beim Husten, Lachen oder bei Bewegung verstanden.
Lange Zeit wurde angenommen, dass die Überdehnung des Beckenbodens die Hauptursache für die Belastungsinkontinenz sei. Vermutlich sind die Zusammenhänge aber komplizierter: So kommt es unter der Geburt auch zu einer Dehnung des N. pudendus, des Nerven, der die Beckenbodenmuskulatur mit Nervenimpulsen versorgt.
Geburtsunabhängige Mechanismen sind eine nachlassende Qualität der bindegewebigen und elastischen Fasern des Beckenbodens, eine schlechte Versorgung mit weiblichen Geschlechtshormonen, den Östrogenen und ein drastisches Übergewicht.
Das heißt aber auch im Umkehrschluss, dass Frauen, die nie geboren haben oder auch sehr sportliche Frauen eine Belastungsinkontinenz erleiden können. Untersuchungen an Sportstudentinnen geben den Prozentsatz der Betroffenen mit ungefähr 20% schon unter 30 Jahren an.
Natürlich können auch Nonnen und Sportlerinnen andere Inkontinenzformen bekommen: Eine Überaktive Blase mit häufigem und nötigem Harndrang oder eine Überlaufinkontinenz mit schlechter Blasenentleerung kann bei jedem Menschen, bei Mann und Frau und sogar schon bei Kindern auftreten.
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[1] Hilfe für die entzündete und gereizte Blase (2017). https://www.uniklinik-freiburg.de/presse/publikationen/im-fokus/urologie-hilfe-fuer-die-entzuendete-und-gereizte-blase.html (Stand: 21.05.2025)
[2] Urologische Spasmolytika: Anticholinergika. Wirkstoff Aktuell, Ausgabe 4/2013. https://www.akdae.de/fileadmin/user_upload/akdae/Arzneimitteltherapie/WA/Archiv-Fertigarzneimittel/Urologische-Spasmolytika.pdf
[3] Kretschmer N (2024). D-Mannose bei wiederkehrenden Harnwegsinfektionen. https://www.gelbe-liste.de/urologie/d-mannose-wiederkehrende-harnwegsinfekte (Stand: 13.06.2025)
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